Arno Stern

 

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in Wüste und Urwald

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in Wüste und Urwald

 

Begegnung mit einem Universalgefüge

 

(von Arno Stern)

 

 

 

 

"Schon sehr früh - das heißt, etwa 1950 - war mir aufgefallen, daß der spontanen Äußerung, die der Malort ermöglicht, eine Gesetzmäßigkeit zu Grunde liegt.

 

In den unzähligen Bildern, deren Entstehen ich verfolgte, wurde ich auf Wiederholungen aufmerksam, auf die Tatsache, daß alle Kinder die gleichen Dinge darstellen (Haus, Baum, Mensch, Tier, Blume, Sonne...) Ich stellte mir die Frage, ob die Spur aller im Malort Tätigen einem kulturbestimmten Allgemeingut angehöre.

 

Deshalb war es naheliegend, sich zu fragen, ob Kinder, deren Verhalten von ganz verschiedenen Lebensbedingungen bestimmt ist, wohl Ähnliches oder Anderes darstellen, oder die gleichen Dinge auf eine andere Weise - eine Weise, die von ihrer besonderen Kultur geprägt ist.

  

 

Auf diese Fragestellung konnte mir allerdings niemand eine gültige Antwort erteilen. So unternahm ich Reisen in verschiedene Gegenden. Zu Bevölkerungen, die von der Schule unberührt, in einer dem natürlichen Rahmen angepassten Lebensweise verblieben waren. Dies erwies sich als besonders schwierig, da das internationale Alphabetisierungsprogramm in den Jahren zwischen 1967 und 1972 schon die abgelegensten Landstreifen erfaßt hatte.

 

Ich wählte Stämme aus, die sich von einander durch typische Merkmale unterschieden, und die besonders von der Lebensweise in der Großstadt entfernt waren: Nomaden in Mauretanien und Afghanistan, Urwaldbevölkerungen in Peru und in Neuguinea, Buschbewohner in Niger und Äthiopien, im Hochgebirge Lebende, in den Anden und in Guatemala.

 

  

  

Die Antwort auf die gestellte Frage übertraf weitgehend meine anfängliche Vorstellung: Es zeigte sich, daß etwas Ursprüngliches, das den verborgensten Tiefen des Wesens entstammt und das der Darstellung von Dingen vorangeht, allen Menschen gemein ist.

 

Die von Nomaden gebildeten Figuren sind die genau gleichen, wie die des Urwaldbewohners und wie diejenigen des Stadtkindes, weil diese Figuren vom genetischen Programm bestimmt sind, das Rasse, Klima, Kultur (jenseits aller äußerlichen, nachgeburtlichen Einflüsse) unbeachtend allen Menschen gemein ist.

 

Diese Universalität der Formulation geht unwiderlegbar aus den Tausenden von Blättern hervor, die ich von meinen Reisen mitbrachte.

 

Das Besondere an diesen Dokumenten liegt in der Art, wie sie entstanden. Ethnologen haben auch primitive Menschen zeichnen lassen. Jedoch unter Bedingungen, die der üblichen belehrenden Behandlung von Kindern ähnelt, indem sie Themen vorschlugen und das Dargestellte kommentierten oder vom Zeichenenden kommentieren ließen.

 

Ich behandelte die Menschen im Urwald und in der Wüste mit derselben respektvollen Zurückhaltung, wie die Malenden im Malort."

Arno Stern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos © :

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Afghanistan

Niger (Pulo-Stamm)

Niger

Mexiko

Anden

Neuguinea (Zeichnen)

Neuguinea (Palettentisch)

Afghanistan (Wüste)

Afghanistan (Zigeuner)

 

 

 

 

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